Kompetenz in Zahngesundheit
Kompetenz in Zahngesundheit 

Kosten und Garantie 

Wir beobachten seit langer Zeit die Entwicklung des zahnärztlichen „Markts“. Es macht den Eindruck, dass fachärztliche Behandlungen zunehmend unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit oder der „Kostenersparnis“ („Nulltarif“ etc.) angeboten werden. Was jedoch unter „Wirtschaftlichkeit“ verstanden werden soll, hat uns noch niemand erklären können.

 

 

Wir wollen einen Versuch unternehmen:

 

Wir haben schon vor einigen Jahren ein praxisinternes „Gewährleistungskonzept“ entwickelt, das Garantiezusagen über die Lebensdauer von verschiedensten Restaurationen und die Bedingungen hierzu formulierte. Vorbild waren die vielfältigen Garantiemodelle und

-angebote, die mit dem Ziel der Patientengewinnung auf dem Markt der Zahnmedizin auftauchten. Alle diese Modelle hatten und haben einen systembedingten Fehler, den man mit Artikel 7 des kölschen Grundgesetzes umfassend beschreiben kann:

 

„Jede Jeck es anders.“

 

 

Anders ausgedrückt: Jeder Patient und jede Behandlung ist anders. Zahntechnische Präzisionswerkstücke sind Einzelanfertigungen, keine in Großserie produzierten Kaffeemaschinen. Die Erwartungen und Ansprüche der Menschen sind unterschiedlich, jeder Mensch geht mit sich und seiner Gesundheit anders um, manche gehen niemals zum Zahnarzt, andere bei jeder Kleinigkeit, manche putzen sich 5x am Tag die Zähne, manche 5x im Monat, manche nie ...

 

In der Konsequenz haben sich in unserer Praxis diese „Gewährleistungsmodelle“ als untauglich erwiesen. Was hätten Sie als Patienten auch davon, eine preisgünstige (?) Garantie oder einen Nulltarif (?) zu erlangen, mit der Aussicht auf eine kostenlose Wiederholungsbehandlung? Das Modell „Nulltarif“ suggeriert einen gewissen Charme und ist sympathisch, wird aber eigentlich nur zum „Antriggern“ des Belohnungszentrums im Gehirn eingesetzt bzw. setzt den normalen, gesunden Verstand auf perfide Art, weil gezielt ablenkend und desinformierend, außer Betrieb. (Amüsieren wir uns über das dritte Paar Schuhe, das wir beim Kauf von zweien, von denen wir vielleicht nicht einmal das erste wirklich benötigen, „kostenlos“ dazubekommen? Kaum zu glauben, aber das Modell funktioniert!) Wir haben dieses „Konzept“ daher nicht weiter verfolgt.

 

Für uns bedeutet dies: wir respektieren die gesetzlich vorgeschriebenen Haltbarkeitsfristen und haben auch keine Probleme damit, da wir ohnehin keine Therapien unternehmen, die nicht einmal zwei Jahre lang halten. Andererseits werden Sie als Patienten uns als umfassend kulant erleben, selbst wenn ein Schaden erst nach 10 oder mehr Jahren eintritt, wenn wir ihn hätten vermeiden können bzw. ein Versäumnis unsererseits die Schadensursache ist. Aber: wenn ein Kirschkern oder ein Flaschenhals eine frische Keramikrestauration knackt, kann es keine Garantie geben.

 

Was ist nun wirtschaftlich?

 

Das Beispiel mit der Kaffeemaschine holpert nur auf den ersten Blick: wenn Ihre Maschine defekt ist, können Sie sich aussuchen, ob Sie a) eine Reparatur ausführen lassen, b) eine neue Maschine kaufen oder c) keinen Kaffee mehr trinken. Wenn Sie noch Garantie haben, bekommen Sie eine neue, und das Spiel beginnt wieder bei Null. Wirtschaftlichkeit bestimmt sich aus Kriterien wie Anschaffungspreis, Langlebigkeit, Abschreibung, Nutzwert, Komfort, Wiederbeschaffungswert etc. Gegenstände sind qualitativ verlustfrei ersetzbar, Verluste können nur geldmäßiger Art sein. Oft verbessert man sich in einem oder mehreren der Kategorien durch die Neuanschaffung durch technischen Fortschritt oder andere Entwicklungen, die in der Zwischenzeit stattgefunden haben.

 

Bei der Allgemeingesundheit und der Mund- und Zahngesundheit im Besonderen funktionieren diese Kategorien nicht, denn Verluste sind irreversibel bzw. Erneuerungen sind immer mit Verlust verbunden. Oder wieder eine Anleihe beim Kölschen Grundgesetz; Artikel 6:

 

„Wat fott ess, ess fott!“

 

 

Die Kategorien, um die es bei der Gesundheit geht, sind ganz andere, solche, die mit ökonomischen Begriffen nicht fassbar sind: Sicherheit, Lebensqualität, Gesellschaftsfähigkeit, Wohlfühlen etc.

Wir haben nur einen Körper und eine Seele als Gesamtkunstwerk, und das wird auf absehbare Zeit so bleiben, also: gehen wir achtsam mit dem Gesamtkunstwerk um.

 

Dies sollten Sie von uns erwarten, das bieten wir Ihnen an und das können wir für Sie leisten.

 

 

Damit leben alle Beteiligten sehr gut, Sie als Patienten und wir als Praxis. Sie vertrauen uns, und wir vertrauen Ihnen.

Nicht vergessen: Ihre Versichertenkarte mitbringen

Damit Ihr Besuch in unserer Praxis reibungslos abläuft, bitten wir Sie als Kassenpatient bei jedem Termin Ihre Versichertenkarte mitzuführen.

Prophylaxe: Mindestens einmal im Jahr

Bei sorgfältiger Zahnpflege und normalem Zustand Ihrer Zähne sollten Sie mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung in unsere Praxis kommen. Bei anfälligen Zähnen sollten Sie auf Nummer sicher gehen und einen halbjährlichen Prophylaxe-Termin vereinbaren.

 

Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns beraten und vereinbaren Sie nach jedem Besuch den nächsten Termin.

Praxisgebühr: Nur bei Behandlung notwendig

Beim Zahnarzt haben Sie Glück: Sie müssen die Praxisgebühr nicht jedes Quartal bezahlen, sofern Sie nur den halbjährlichen Vorsorgetermin wahrnehmen oder bestimmte Maßnahmen, wie zum Beispiel Zahnsteinentfernung durchführen lassen.

 

Erst wenn eine Behandlung beispielsweise bei Kariesfund notwendig wird, wird die Praxisgebühr fällig.

Sie haben weitere Fragen?

Rufen Sie uns an unter 0049 221414231 0049 221414231 oder nutzen Sie direkt unser Kontaktformular.

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© Dr. Ulrich Schneider