Kompetenz in Zahngesundheit
Kompetenz in Zahngesundheit 

Botox und Konsorten oder kleine Haut- und Faltenkunde

Das Wichtigste in Kürze:

 

Der Alterungsprozess der menschlichen Haut ist genetisch vorbestimmt. In der Haut befinden sich elastische und derbe Fasern, die das Bindegewebe stützen und ihm einerseits Festigkeit und andererseits Elastizität verleihen. Im Laufe unseres Lebens erneuern sich diese Strukturen immer wieder, mit zunehmendem Alter jedoch gehen die Menge und die Leistungsfähigkeit der Fasern zurück.

 

Neben der genetischen Veranlagung haben jedoch auch andere Faktoren Einfluss auf die Geschwindigkeit, mit der die Haut altert. Dies sind in erster Linie die Ernährung, Sonneneinstrahlung, das Rauchen, zu wenig Schlaf und Stress.

 

Botox (Kurzform für „Botulinumtoxin“) ist ein Nervengift, das von Bakterien produziert wird. In den Werbebroschüren der Hersteller und Anwender („Schönheits“chirurgen, Hautärzte u.a.) wird der Wortbestandteil „Gift“ möglichst vermieden. Eine „Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxintherapie e.V.“ tritt an, um eine Sprachregelung vorzugeben: der „entspannte Gesichtsausdruck“ tritt an die Stelle der Mimikstarre, das Gift wird zum „sicheren Medikament“ und die Lähmung eines Muskels durch Gift wird als „Muskelentspannung“ bezeichnet.

 

Jedes wirksame Medikament mit erwünschten Wirkungen hat auch unerwünschte Nebenwirkungen. (Und nebenbei: manch unwirksames Medikament leider ebenfalls.) Es gibt keine „sicheren“ Medikamente.

 

Wie jedes andere Gift, so wirkt auch Botox in höheren Dosierungen toxisch, als eines der giftigsten bekannten Substanzen kann es – bei Überdosierung - auch tödlich wirken. Wegen der hohen Toxizität des Präparats muss jede Charge der Produktion routinemäßig und einzeln auf seine Wirksamkeit getestet werden. Dies geschieht im Tierversuch, bei dem Mäuse das Gift gespritzt bekommen und ein bestimmter Anteil der Tiere (LD50-Wert) an Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot schließlich erstickt. Jährlich lassen geschätzt um 600.000 Mäuse für diesen Zweck ihr Leben.

 

Aus ethisch-ärztlichen Erwägungen heraus lehnen wir die Anwendung dieser und ähnlicher Präparate ohne medizinische Indikation ab. Es ist darüber hinaus nicht untersucht, inwieweit das menschliche Immunsystem auf die Injektion dieser Substanzen reagiert. Da das Immunsystem jedoch in jedem Fall auf Fremdsubstanzen reagiert, ist die Aussage , „es handelt sich um einen unbedenklichen Stoff“, mit Sicherheit falsch.

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© Dr. Ulrich Schneider