Kompetenz in Zahngesundheit
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Ist Amalgam giftig?

Das Wichtigste in Kürze:

 

Amalgam wird seit ca. 1840 als Zahnfüllungsmaterial verwendet. Quecksilber als Haupt-bestandteil (über 50%, der Rest überwiegend Silber, Zinn und Kupfer) des Zahnamalgams ist die giftigste nicht-radioaktive Substanz, die die Menschheit kennt. Nur das (radioaktive) Plutonium ist noch giftiger.

 

Es ist eine Lebenslüge der Unwissenden, dass das Quecksilber, das mit anderen Metallen vermischt wird, im Amalgam „versteckt“ wird. Es gibt mittlerweile über 12.000 (!) Studien und Dokumentationen, die berichten, dass Amalgam bzw. das im Amalgam vorhandene Quecksilber andauernd aus den Zahnfüllungen freigesetzt wird, und zwar sowohl in fester als auch in Form von Quecksilberdampf.

 

EU- und weltweit verbieten immer mehr Länder die Verwendung von Zahnamalgam. Die deutsche DEGUSSA hat schon vor dem Jahr 2000 die Produktion von Amalgam eingestellt, obwohl sie seinerzeit in Deutschland und vielen anderen Ländern Marktführer war und einen erheblichen Teil ihres Gewinns mit Amalgam erzielt hatte. Grund hierfür war, möglichen Rechtsstreitigkeiten aufgrund der gesundheitlichen Gefahren des Amalgams vorzubeugen.

 

Alle seriösen toxikologischen Dokumentationen weltweit kommen zu demselben Ergebnis,

 

„dass es keinen sicheren Quecksilber- oder Amalgamwert gibt“.

 

Ja, Amalgam ist giftig.

Wie finde ich das?

Ärzte pflanzen Ihnen eine der giftigsten Substanzen, die es auf der Welt gibt, als Dauerdepot ein, halten es für nicht wichtig, Sicherheitsuntersuchungen zu machen, und behaupten dann steif und fest, dass diese Substanz Ihnen nicht schaden kann.

 

Die verdrehte Logik, die dahinter steht, lautet in etwa wie folgt: „Amalgam ist deshalb gesundheitlich sicher, weil ich die Beweise, die das Gegenteil belegen, nicht akzeptiere (oder nicht verstehe, nicht verstehen will oder sie nicht zur Kenntnis nehme).“ Folgende Weisheit ist nicht von mir: „Es kann unendlich schwierig sein, jemandem etwas verständlich zu machen, wenn sein Einkommen davon abhängt, dass er es nicht versteht.“

 

Wir werden hier keine Auflistung von möglichen Erkrankungen durch Zahnamalgam vornehmen. Wenn Sie sich hier weiter informieren wollen, so geben Sie doch einfach einmal bei amazon oder einer anderen Medienenzyklopädie das Stichwort „Amalgam“ ein. (Literatur-Empfehlung, Beispiel: Lynne McTaggart: „Was Ärzte Ihnen nicht erzählen“ mit einem Kapitel über die Zahnmedizin, oder: Peter Kern: „Amalgam, das schleichende Gift.)

 

Wir haben ebenfalls nicht den Anspruch, die seit ca. 180 Jahren andauernde Debatte um die Gefährlichkeit des Zahnamalgams einer definitiven Antwort zuzuführen. Die in unserer Praxis gültige und verantwortlich gelebte Zusammenfassung der weltweiten Studien und Dokumen-tationen aus über 100 Jahren lautet:

 

„Quecksilber aus Amalgamfüllungen wandert in verschiedener Form, fest oder gasförmig, in organischer oder anorganischer Form, in verschiedene Körpergewebe ab, reichert sich dort an und verursacht Schäden nach Art einer zeitverzögerten Vergiftung. Über die Art und das Ausmaß der möglichen körperlichen und seelischen Schäden kann niemand mit Verstand und Verantwortung eine sichere Aussage treffen.“

 

 

Das Aufzählen aller möglichen und unmöglichen Schäden durch Quecksilber aus Amalgam ist für mich in unserer Praxis nicht wirklich wichtig, denn ich kann die Schäden – als Zahnarzt - nicht wirklich behandeln. Was ich aber tun kann, ist: weitere Belastungen und Schäden vermeiden (durch Entfernen des Amalgams) und das Entstehen neuer amalgambedingter Belastungen und Schäden ganz verhindern durch

  1. Strikte Ablehnung des quecksilberhaltigen Amalgams.
  2. Entfernen des Amalgams aus den Zähnen (unter Beachtung verschiedener Vorsichtsmaßnahmen).
  3. Keine Verarbeitung anderweitig bekannt giftiger oder mutmaßlich unverträglicher Substanzen im Mund.
  4. Möglichst weitgehenden Verzicht auf Metalle jeder Art.

Das ist heute möglich, sogar in der Implantologie, und damit meinen wir nicht nur, wie es überwiegend und irre führend verbreitet wird, das Aufsetzen eines keramischen Aufbauteils außerhalb des Kiefers auf einen Titankörper, der im Kiefer steckt, sondern ein komplett aus Keramik bestehendes Implantatsystem. Aber auch dort ist die Titanimplantateindustrie sehr tüchtig, indem sie die zahnärztlichen Universitäten und die Implantatchirurgen sorgfältig pflegt. Auch Gold und, ganz wichtig, der weit verbreitete Legierungsbestandteil Palladium sind kritisch zu bewerten. Es ist besonders wichtig, auch auf die Dinge zu achten, die man nicht sieht: z.B. Wurzelstifte aus Silber, mit Palladiumanteilen, aus Titan oder anderen fragwürdigen Bestandteilen.

  1. Möglichst keine metallischen Restaurationen bei chronisch Erkrankten.
  2. Prophylaxe, Prävention, optimale Zahnpflege, vollwertige, zuckerarme Ernährung
  3. optimale Zahnpflege, Sie wissen schon ....

 

 

Im 21. Jahrhundert benötigen wir keine metallischen zahnärztlichen Werkstoffe mehr, und schon gar kein Amalgam!

 

 

Noch zwei Anmerkungen, die mit dem Zahnamalgam nur auf den ersten Blick nicht direkt zu tun haben (und Sie kennen inzwischen ja schon meinen Hang zu politischen Statements): Die quecksilberhaltigen so genannten Energiesparleuchten werden die Belastung der Bevölkerung mit schädlichen Substanzen weiter erhöhen. Wem eine solche Leuchte kaputt bricht, der kann sie nicht wirklich entsorgen: Zusammenkehren der Splitter allein reicht nicht aus, die Dämpfe bleiben „in der Hütte“. Es hilft nur Umziehen, Abreißen oder Totalsanierung. Abgesehen davon: Einsparen von Energie funktioniert am besten durch Ändern des Verhaltens, nicht durch Ersetzen eines Problems durch ein anderes. Wer Fieberthermometer verbietet, Amalgam als „sozialverträgliches Therapeutikum“ als gesetzlich vorgesehenes Mittel vorschreibt, Amalgamabscheider in Zahnarztpraxen mit hermetisch verschlossenen und mit Nachweisen als Sondermüll zu entsorgenden Behältern vorschreibt, und der gleichzeitig Energiesparleuchten vorschreibt bzw. konventionelle Leuchten verbietet, kann nicht wirklich ernst genommen werden.

 

Zum Abschluss:

 

Als ich vor einigen Jahren meine letzte Röntgenchemie (wir röntgen nur noch umweltfreundlich und strahlenarm mit Digitaltechnik) beim Schadstoffsammelmobil der Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln abgab (gegen Rechnung und Quittung!), erkundigte ich mich nach dem Entsorgungsverhalten der Praxen (nicht nur Zahnärzte röntgen). Die Abfallwirtschaftsbetriebe bieten die preisgünstigste Entsorgungsmöglichkeit am Markt an, und das ist sicher auch nötig, da sonst (noch) mehr „wild entsorgt“ würde. Als ich dem dortigen Mitarbeiter mitteilte, wie viele Zahnarztpraxen es allein in Köln noch gibt, die noch analog röntgen und chemisch entwickeln, sagte er mir, wie oft es vorkommt, dass jemand seine verbrauchte Entwickler- und Fixierlösung bei ihnen abgibt, und weinte bitterlich ....

 

Es ist mir noch nie passiert, und ich kenne auch sonst niemanden, dass eine amtliche Stelle mich nach meinen Entsorgungsnachweisen für Amalgamreste oder Röntgenchemie gefragt hätte ....

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© Dr. Ulrich Schneider